Rückblicke

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1. Europäischer Berufswettbewerb
02 bis 06 Oktober 2002
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Ein ganz normaler Tag in Münster-Wolbeck/Nordrein-Westfahlen... Nein, wohl doch nicht, denn die Eröffnung des ersten Europäischen Berufswettbewerbs für junge Gärtnerinnen und Gärtner lockte 54 Teilnehmer aus 11 Nationen in das Bildungs- und Versuchszentrum Wolbeck ! Die 18 Teams kamen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien/Südtirol, Luxemburg, Estland, Dänemark, Niederlande, Ungarn, Polen und Frankreich. Da man zu Anfang nur mit der Teilnahme aus 6 Nationen gerechnet hatte, war der Eindruck der vielen jungen Gärtner/innen doch sehr überwältigend ! Die Aufgaben des Bewerbes waren so gestaltet, dass diese auch mit eventuell sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten lösbar waren. Aber für die Pflanzenerkennung währe das sowieso nie ein Problem gewesen, denn die botanisch-lateinische Gärtnersprache ist auf der ganzen Welt die Gleiche !!!

Am 1. Bewerbstag „kämpften“ sich die mit botanischen Namen (Malus, Taxus, Berberis,...) benannten 18 Länderteams durch die verschienensten Stationen wie z.B. Pflanzenschutz, Botanik, Arbeitssicherheit, Kreativität, und vieles mehr. Bei der Bewertung wurde neben dem praktischen Können auch die Teamarbeit mit relativ hohen Punkten ausgezeichnet.

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So richtig interessant wurde es aber erst am nächsten Tag, denn jetzt wurden die Dreierteams international zusammengewürfelt und so fand en sich plötzlich ein Holländer, eine Polin mit einer Österreicherin in einem Team wieder! Trotz sprachlicher Barrieren und dem Umstand, dass sich die einzelnen Wettkämpfer 2 Tage zuvor noch nicht einmal gekannt hatten, lösten alle im perfektem Teamwork die ihnen gestellten Aufgaben bei der Münsterrallye quer durch die Stadt.

Die dort erreichte Punktezahl wurde dann von jedem Teilnehmer in die Wertung der Länderteams vom Vortag mitgenommen. So kann man sagen, dass es eigentlich keine „reine“ Länderwertung gab, sondern nur ein miteinander erreichtes Ergebnis! Beim entsprechendem Rahmenprogramm mit versch. Betriebsbesichtigungen, Grillabend, Tandem- und Kutschenfahrt wurden die europäischen Kontakte noch mehr vertieft.

Was die Teilnehmer und Veranstalter bei diesem Bewerb erreicht haben war wohl etwas Einzigartiges: Ein Verstehen und eine Gemeinschaft unter den jungen Leuten fern von jenem kleinkariertem, egoistischem Denken wie wir es leider nur all zu oft praktizieren. Eigentlich währe die Siegerehrung gar nicht mehr notwendig gewesen, denn angesichts solcher Eindrücke war es für alle Teilnehmer ein Sieg über die eigenen Grenzen hinaus, und die eigene Platzierung nicht wirklich bedeutend !

Wir freuen uns schon auf den 2.Berufswettbewerb 2002 in Südtirol/Italien, und vielleicht kommen ja noch andere Nationen dazu ?!? Ergebnisse: 1.Platz Deutschland, 2.Platz Südtirol/Italien, 3.Platz Schweiz, 7.+12. Platz Österreich

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Persönliche Eindrücke der österreichischen Teilnehmer vom Berufswettbewerb:

Manuela Platter: Dieser Wettbewerb war eine tolle Erfahrung, man konnte viele Eindrücke sammeln die man sicher nicht so schnell vergisst. Es wurde Teamgeist gefordert, sowie Bräuche anderer Länder vorgestellt. Es wurde auch viel auf Gemeinschaften und kennen lernen gesetzt, sodass es nicht zu einem Kräftemessen unter den Bewerbern kam, da im 2. Teil des Bewerbes die Gruppen international waren. Auch der Spaß kam nicht zu kurz, weil sich die Organisatoren einige Juxbewerbe haben einfallen lassen. Alles in allem war es ein interessanter, lehrreicher und lustiger Bewerb !

Stefanie Berger: Der Berufswettbewerb in Münster bei dem ich überraschend teilnehmen durfte, war eine großartige Erfahrung. Auch wenn einige Aufgaben recht anstrengend waren, gab es immer etwas zu lachen! Die Tage waren perfekt organisiert und wir bekamen die Gelegenheit Gärtner/innen aus fernen Ländern kennen zu lernen. Dabei sind sicher einige wertvolle Freundschaften entstanden. Der europäische Berufswettbewerb wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben !

Patrick Müller: Was mich am meisten beeindruckt hat, war zum Einen die Zusammenlegung zu internationalen Teams. Ich hatte mir nie gedacht, dass die Zusammenarbeit so gut funktioniert! Zum Anderen waren die Abende mit gutem Essen und Trinken dermaßen gut, dass man Freundschaften mit z.Bsp. Italiener, Schweizern, Luxemburgern... knüpfen konnte, welche sogar nach dem Wettbewerb aufrecht gehalten werden. Bei dieser Veranstaltung gab es keine Feinde, sondern nur Freunde! Nicht zu vergessen ist unser Team: Für jeden Spaß zu haben und mit vollem Eifer dabei! Vielen Dank noch mal an mein Team!

Maria Friedel: Es war interessant und lustig. Auch mit den nicht deutschsprachigen Teilnehmern haben wir uns ganz gut verständigen können. Besonders mit den Teilnehmerinnen aus Estland waren wir viel zusammen. Mir haben die Häuser und Gärten in Münster sehr gut gefallen, und die Abende bei den verschiedenen Gärtnern dort. Auch wenn die Begrüßungsreden oft sehr lang waren, würde ich so was ähnliches wieder einmal machen!

Alexander Angeloff: Man hat mir gesagt, ich soll meine Eindrücke der letzten Tage zusammenschreiben... Na, ja, ich kann dazu nur sagen: Es war einfach Spitze und ich würde es jedem empfehlen, da einmal mitzumachen !!!

Richard Zeilinger: Zuerst möchte ich mich bei den Betreuern aus Tirol und Wien bedanken, dass ich auf dieses interessante Erlebnis mitfahren durfte. Zu Beginn des 5-tägigen Berufswettbewerbes konnten wir eine. Für mich stand während des Bewerbes im Vordergrund, dass wir, und damit meine ich Europas Junggärtner, eine Gemeinschaft aufbauen, die weit über die Tage in Münster hinaus reichen kann! Dieses Ziel wurde nicht erreicht – es wurde übertroffen !!! Interessante Einladungen aus Estland, Dänemark und Luxemburg wurden uns angeboten und diesen würde ich gerne folgen.

Das Motto des Bewerbes war: "Wir Gärtner wachsen in Europa zusammen" welches ohne Zweifel nicht besser gewählt werden konnte. Alle meine Erwartungen wurden übertroffen und ich freue mich schon auf den Europäischen Junggärtnerkongress 2003 in Italien, bei dem die Freundschaften weiter gepflegt werden können !

Bericht und Fotos: Jägerbauer Christian und Reinold Claudia

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