Rückblicke

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Exkursion nach München
03.März.2001
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Für 25 Junggärtner/Innen hieß es an diesem Tag früh aufstehen, denn bereits um 6.30Uhr für der Bus in Innsbruck ab. Nach einer ziemlich staugeplagten Fahrt kamen wir um 9Uhrbei der Firma Ziegltrum in Neufarn bei München an. Herr Ziegeltrum persönlich, nahm sich die Zeit uns durch seinen Abholgroßmarkt für Gärtner und Floristen zu führen, keine Selbstverständlichkeit, denn schließlich ist er Herr über 5 Betriebe verteilt über ganz Bayern. Die Firma Ziegelturm ist ja auch in Österreich bei der "Salzachblume" beteiligt. Jener Betrieb, den wir besichtigten gliedert sich auf einer Größe von 30000m² in zwei Teile, einer für den Blumenverkauf und eine große Halle mit Floristikbedarf. Nach der Führung wurden wir im hauseigenen Cafe zum Frühstück eingeladen. Nur wenige hundert Meter daneben lag unser nächstes Ziel, die Gartnerei Willi Böck, hier werden auf 35000 m² Hochglas Gemüse, Jungpflanzen, Kräuter und auch einige Beetpflanzenarten angebaut; Große Bedeutung hat auch der Gemüseanbau auf einer Fläche von 50Hektar Besondere Begeisterung riefen bei uns die technischen Einrichtungen dieses Betriebes hervor.

Die Aussaat sämtlicher Jungpflanzen erfolgt in einer vollautomatischen Sästraße, zu deren Bedienung es maximal 2 Personen benötigt. Allein für diese Aussaaten werden wöchentlich 180 Kubikmeter Erde verbraucht. Einige Gewächshäuser sind mit fahrbaren Gittern, auf denen die Pflanzen stehen, ausgestattet, welche bei entsprechender Temperatur die Pflanzen zur Abhärtung vollautomatisch ins Freiland rollen und während der kühlen Nächte wieder zurück ins Gewächshaus bringen. Beeindruckend war hier auch die Vielzahl an verschiedenen Kulturen (ca.120) und trotzdem fanden wir im ganzen Betrieb nur qualitativ hochwertige Ware.

Nach einem gemütlichen Mittagessen in einem urigen bayrischen Wirtshaus, ging´s zurück Richtung Rosenheim, genauer gesagt nach Schechen zur Firma Wittmann, ein Zierpflanzenbetrieb, wo auf 16000 m² Hochglas und 10000m² Freiland die verschiedensten Kulturen gedeihen. Primeln, Geranien, Poinsettien, Chrysanthemen, Topfnelken, das ist nur ein kleiner Auszug aus dem umfangreichen Programm. In diesem Betrieb wird auch sehr viel selbst vermehrt, deshalb hat die Familie Wittmann auch ein eigenes 4000 m² großes Vermehrungshaus mit Belichtungs- und Sprühnebelanlage errichtet.

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Der ganze Betrieb ist mit einer Mobiltischanlage ausgestattet, sowie auch mit den modernsten Topfmaschinen mit automatischer Pflanzanlage. Durch diese rationelle Arbeitsweise kommt man hier mit 13 Arbeitskräften aus. Erwähnenswert ist auch noch die Freilandfläche, auf der eine Vielzahl an Sommertopfpflanzen und Chrysanthemen kultiviert werden. Hier ist es möglich, das gesamte Überwasser rückzugewinnen und so Wasser zu sparen und Düngereintrag in den Boden zu verhindern. Nach der Führung wurden wir von Familie Wittmann auch noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Ermüdet und beeindruckt von diesen schönen Gärtnereien fuhren wir schließlich wieder nach hause. Wir danken allen drei Betrieben für die freundliche Aufnahme, und besonders die bayrische Gastfreundlichkeit, die wir überall zu spüren bekamen, war einfach fantastisch.

Bericht und Fotos: Claudia Reinold

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